Wer an seinem Haus Holz verbaut, z.B. bei einer Fassadensanierung oder einer Holzterrasse, sollte einige Grundregeln bei der Materialauswahl und der konstruktiven Verarbeitung beachten, rät der Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB). Denn auf aufwendigen chemischen Holzschutz kann dann meist verzichtet werden. Als häufigste Fehlerquelle nennt der Verein die falsche Auswahl der Hölzer. Denn splintholzreiche Sorten wie Kiefer oder Fichte nehmen schneller Feuchtigkeit auf. In der Folge entstehen Spannungen und Risse im Holz, die Angriffsflächen für tierischen Befall bieten. Besser geeignet im Außenbereich sind Harthölzer oder kesseldruckimprägnierte Weichhölzer.
Unzureichender Tauwasserschutz, Stoff- und Wärmebrücken oder auch Fehlstellen in der Winddichtung beim Dachausbau nennt der BSB als weitere häufige Quellen für langfristige Schäden. Er rät daher dringend, einen Bausachverständigen hinzuzuziehen, da die ideale konstruktive Lösung von vielen Faktoren wie der Hauskonstruktion, der Wärmedämmung oder auch der Wetterexposition abhängt. Beim Erst- oder Renovierungsanstrich, den viele Heimwerker selbst vornehmen, rät der BSB zu möglichst hellen und offenporigen Anstrichen, um Wärmestau zu vermeiden. Transparente Lacke dagegen sind Gift fürs Holz, da sie unbemerkt Risse bekommen können und dann Feuchtigkeit eindringen lassen.
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